| Luxusartikel |
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Luxus verkauft sich immer! Selbst in wirtschaftlich turbulenten Zeiten wie diesen, kann man sich dieser Sache sicher sein. Luxusartikel und mögen sie auch noch so klein sein wie Beads, finden einfach immer ihre Abnehmer. Denn wann immer reich Leute das Bedürfnis haben, ihr überschüssiges Geld in Prunk und Perlen, Status und dergleichen zu investieren, dann erstehen sie Luxusartikel. Da das bei reichen Leuten gar nicht so selten vorkommt, läuft das Geschäft immer recht gut. Und da man sich Exklusivität etwas kosten lässt, werden dabei natürlich auch horrende Preise erhoben. Aber ein hoher Preis gehört ja beim Luxus dazu – sonst wäre dieser ja kein Luxus. Doch wie wird Luxus eigentlich definiert? Natürlich hängt es stets vom allgemeinen Lebensstandard einer Gesellschaft ab, was innerhalb dieser als Luxus empfunden wird. Alles, was wesentlich über diesen Standard hinausgeht – sei es materiell oder nicht materiell, Besuch teurer Vorführungen etc., kann als Luxus gelten. Ist ein bestimmtes Gut beispielsweise sehr knapp und somit – wenn überhaupt – nur für unerschwingliche Preise verfügbar, dann spricht man von Luxus. In jedem Fall ist Luxus somit etwas, was nur der wohlhabenden Bevölkerung zugänglich ist. Häufig dient Luxus dazu, diesen Status zu unterstreichen und kommt in Form von teurer Kleidung, edlem Schmuck, Trauringe in Gold oder extravaganter Autos etc. daher. Luxus ist auf die eine oder andere Weise also immer sehr offensichtlich. Die Haltung zum Luxus hängt stark von der Einstellung sowie dem sozialen Status des Betrachters ab. In der einfachen Bevölkerung kann man sowohl Neid als auch Begehren vorfinden. Die einen rümpfen die Nase und die anderen träumen vom Luxus. Von Seiten der Religion wird Luxus oftmals verurteilt und als verschwenderisch und selbstverliebt verurteilt. Allerdings ist in diesem Zusammenhang nicht ganz uninteressant, dass man im Vatikan ja auch nicht gerade von der Hand im Mund lebt. So manches Gewand eines Papstes oder Kardinals wird mit Sicherheit von horrendem Wert sein und der ist sicherlich nicht nur geistlicher Natur! Aber dass die Kirche immer gerne mit zweierlei Maß misst, wenn es um die Tugend der Bescheidenheit und materiellen Anspruchslosigkeit geht, ist ja geschichtlich wohl dokumentiert. Schließlich leistet sich der Vatikan den Luxus und betreibt eine eigene Bank in der es auch einen eigenen Goldbarren ankauf gibt. So oder so, Luxusartikel gibt es bereits solange, wie es materielle Armut gibt. Der Luxus kann somit als ein symbolisches Artefakt für den Gegensatz zwischen Arm und Reich oder vielmehr als Metapher für das Extrem des Reichtums gesehen werden. Insofern ist es natürlich eine interessante Frage, inwiefern Luxus etwas mit der historischen Bedeutung des Geldes zu tun hat. Denn erst durch Geld hat alles seinen Preis und dieser ist ja bekanntermaßen nicht unerheblich dafür, ob etwas mit dem Prädikat “Luxus“ versehen wird oder nicht. |